DOWNSPIRIT
Point Of Origin
Metalville/Musikvertrieb
Auf dieses Album war ich ehrlich gesagt sehr gespannt, weil ich im Vorfeld immer mal was davon aufgeschnappt hatte. Die ersten Soundhappen bei MySpace liessen dann schon mal aufhorchen. Dazu kommt, dass ich natürlich auch wissen wollte, wie das neue Steckenpferd vom Schweizer Gitarristen Cede Dupont (Symphorce, Ex-Freedom Call) nun daher kommt.
Das fertige Produkt heisst «Point Of Origin» und schickt sich echt an, die bisher coolste Verbindung zwischen Blues und Metal zu werden. Den Anfang macht gleich der Titeltrack mit zwei Parts, wovon der erste das Intro ist, das glatt auch auf einer Brainstorm-Scheibe stehen könnte, ehe dann der Song gemächlich Fahrt aufnimmt und mich sogleich an den aktuellen Sound von Ozzy Osbourne erinnert, dessen Stimme ich mir hier auch noch vorstellen könnte.
Der nachfolgende «Love Song» ist dann die Blaupause von Cedes Vision, eben den Blues und den Metal zu vereinen. Der catchy Refrain bleibt dabei sofort im Ohr hängen und lässt den guten, alten Spirit der ersten drei Gotthard-Scheiben wieder aufleben. Vor dem Solo erklingt eine coole Bass-Bridge und auch so passiert noch Einiges in diesem Song.
Die Variabilität zieht sich wohltuend durch das ganze Album hindurch und ermöglicht dem Top-Sänger Steffen Lauth seine ganze, stimmliche Bandbreite zeigen zu können, die von Growls bis Clean-Parts geht, und dies teils innerhalb des gleichen Songs! Das könnte je nachdem schief wirken, tut es aber nicht, im Gegenteil! Des Weiteren verfügt die Band mit Axel Reissmann über einen soliden Rhythmus-Gitarristen, der dem solierenden Herrn Dupont die richtige Riffwand serviert und auch live seine Wirkung bestimmt nicht verfehlen wird.
Dass es aber auch ruhiger zu und her gehen kann, beweist die töfte Halbballade «Good Times», wo wieder alles zusammen kommt, was einst mal als Vision seinen Anfang nahm. Der Grat zwischen (Blues-) Rock und Metal ist dabei fliessend, was die auf einander folgenden «Highway Run» und «Arisen» eindrücklich beweisen. Da man sich vor dem Studioaufenthalt die Songs bereits live drauf gepackt, sprich vor Publikum gespielt hat, hört sich das Ganze sehr kompakt an. Auch der letzte, treffend «The End» betitelte Song unterstreicht nochmals alles, was Downspirit ausmacht.
Bei Chickenfoot hat man nur wegen den prominenten Namen gleich von einer neuen Supergroup besprochen. Das ist hier nicht nötig und ich bin mal gespannt, ob die Fans das Potenzial dieser frischen Top-Combo auch entsprechend erkennen und würdigen werden!
Rockslave 9.0 von 10
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